Atomkraft ausschalten – Energiewende jetzt!

- Die Bremer SPD war durch zahlreiche Mitglieder bei der Umzingelung des AKW Unterweser vertreten: Hier mit dem Landesvorsitzenden Andreas Bovenschulte (Mitte). Fotos: SPD Bremen
Bundesweit fanden am Ostermontag zum 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe, Aktionen zur endgültigen Stilllegung der AKWs in Deutschland statt.
Das Wetter spielte mit – die gelbe Anti-Atom-Sonne auf den T-Shirts der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war gut sichtbar: Auch im Nordwesten widmeten nahezu 6.000 Menschen ihren Osterausflug der Anti-AKW-Bewegung. Sie kamen zu einem friedlichen Protest vor dem Atomkraftwerk Unterweser gegen die weitere Nutzung der Atomenergie zusammen.
Neben Sonderbussen, einem Sonderzug und Radtouren konnten Interessierte auch mit dem Schiff zum AKW fahren. Viele Demonstrantinnen und Demonstranten folgten dem Protestaufruf der Bremer SPD und starteten mit dem Fahrgastschiff Oceana am Bremer Martinianleger. Gegen Mittag erreichten sie nach einer sonnigen Fahrt über Brake und Nordenham wasserseitig das Gelände vor dem AKW. Zahlreiche Kanus und Segelboote ergänzten die Schiffskette zur Umzingelung des AKW.
„Die dramatische Entwicklung der Ereignisse im japanischen Atomkraftwerk Fukushima macht auf schreckliche Weise deutlich, welche Gefahr von der Nutzung der Atomenergie ausgeht. Sie zeigt uns, dass es nur einen Weg geben kann: Raus aus der Atomkraft, und zwar sofort“, erklärt der SPD-Landesvorsitzende Andreas Bovenschulte.
Bremen und Bremerhaven sind im besonderen Maße den Gefahren der weiteren Nutzung der Atomenergie ausgesetzt, so Bovenschulte weiter: „Durch die unmittelbare Nähe zum Uralt-AKW Unterweser und weiteren AKWs in der näheren Umgebung sind wir in Bremerhaven und Bremen besonders betroffen. Wir fordern deshalb die sofortige Stilllegung des AKW Unterweser und rufen die Bundesregierung auf, die unverantwortliche Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zurückzunehmen. Wir wollen die Energiewende jetzt!“
Über 120.000 Menschen protestierten bundesweit am Montag – Ende Mai soll zum Ende des Atom-Moratoriums noch einmal demonstriert werden. Dann nämlich entscheidet sich, ob die vorübergehend stillgelegten Meiler wie das AKW Unterweser endgültig vom Netz genommen werden.


