27.05.2009

Europa für gute Arbeit

Warben für eine Stärkung der sozialen Dimension Europas: Reiner Hoffmann, stellvertretender Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes, Moderator Thomas Ehmke, die Bremer Europaabgeordnete Karin Jöns und Bürgermeister Jens Böhrnsen (von links).

SPD und Europäischer Gewerkschaftsbund werben für Teilnahme an der Europawahl

Reiner Hoffmann, stellvertretender Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes, brachte es klar auf den Punkt: Nur mit der SPD ist ein soziales Europa möglich. An der Diskussionsveranstaltung „Europa für gute Arbeit“ nahm der überzeugte Gewerkschafter und Europäer gemeinsam mit Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen und der Europaabgeordneten Karin Jöns teil, die das Land Bremen seit 1994 im Europäischen Parlament vertritt.

Alle drei waren sich in der vom stellvertretenden SPD-Landesvorsitzenden Thomas Ehmke moderierten Diskussion einig, dass Europa bei der Wahl zum Europäischen Parlament am 7. Juni dringend das Signal brauche, dass es mehr ist als ein gemeinsamer freier Markt.

Sozialdemokratie und Gewerkschaften wollen, dass es gemeinsame Regelungen zur wirksamen Verhinderung von Dumpinglöhnen gibt und dass die Arbeitnehmerrechte auch auf europäischer Ebene gesichert und ausgebaut werden. Viele Entscheidungen in Europa seien in den letzten Jahren – bedingt durch konservative Mehrheiten – Ausdruck einer marktradikalen Orientierung und nicht im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer getroffen worden. Alle drei warben nachdrücklich dafür, sich an der Europawahl zu beteiligen. Die Wahl sei das richtige Mittel, um die Kräfte zu stärken, die ein starkes und soziales Europa wollen, in dem es keine Mehrheiten für Dumpinglöhne, Sozialabbau und Marktradikalismus gibt.