Flagge zeigen gegen alte und neue Nazis

Rund 4.000 Bremerinnen und Bremer haben am Samstag (30. April) in der Bremer Neustadt friedlich gegen einen Aufmarsch der NPD demonstriert. Mit Bürgermeister Jens Böhrnsen und dem Landesvorsitzenden Andreas Bovenschulte an der Spitze nahmen auch viele Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten an der Demonstration teil.

"Wir wollen heute ein deutliches Zeichen setzen: In Bremen ist kein Platz für alte und neue Nazis", sagte Andreas Bovenschulte und Bürgermeister Jens Böhrnsen freute sich über die klare Haltung der Bremerinnen und Bremer: "Bremen ist weltoffen, bunt und tolerant. Die vielen Menschen, die heute friedlich gegen die Nazis auf die Straße gehen machen dies mehr als deutlich."

Die Bremer SPD wird sich weiterhin bundespolitisch für ein Verbot der NPD einsetzen. "Bei Aufmärschen der NPD zeigt sich zwar immer wieder, dass die übergroße Mehrheit der Menschen in Bremen und anderen Städten gegen die menschenverachtenden Positionen der NPD steht. Besser wäre es aber, wenn man durch ein Verbot der NPD diese Aufmärsche gar nicht erst genehmigen müsse", so der SPD-Landesvoritzende Andreas Bovenschulte.

Auf Fotos des Aufmarsches der rund 150 NPD-Anhänger war unterdessen zu erkennen, dass die NPD einen LKW von der Autovermietung Europcar als Demonstrationsfahrzeug nutzte. Der SPD-Landesgeschäftsführer Roland Pahl will aus diesem Grund das Gespräch mit der Firma Europcar suchen: "Wir sind langjähriger Kunde der Firma Europcar und setzen derzeit auch im Rahmen des Bürgerschaftswahlkampfes Fahrzeuge dieser Firma ein. Wenn Europcar tatsächlich auch der NPD Fahrzeuge vermietet, werden wir die Geschäftsbeziehung beenden."