Rückenwind in Bremerhaven

Foto Franz Müntefering
Redete in Bremerhaven bei stürmischem Wind vor 500 Zuhörern: Der SPD-Parteivorsitzende Franz Müntefering. Foto: Focke Strangmann

Wenn es eines endgültigen Beweises bedurfte, dass die SPD gerade mit Rückenwind unterwegs ist, dann ist dieser am vergangenen Donnerstag in Bremerhaven erbracht worden. Windböen der Stärke 7 bis 8 machten den Auftritt von Franz Müntefering direkt hinterm Deich zu einer „windigen“ Angelegenheit für alle Beteiligten. Angefangen von den Bühnentechnikern, die ihre gesamte Bühnen-Deko vor dem Sturm sichern mussten, bis zu den Zuschauern, die von Regengüssen gebeutelt wurden. Trotz allem waren knapp 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammengekommen, die sich den Auftritt des SPD-Parteivorsitzenden nicht entgehen lassen wollten.

In seiner Rede standen vor allem die Ziele der Sozialdemokratie für gute Arbeit und gerechte Löhne im Mittelpunkt, zwei zentrale Punkte des Regierungsprogramms der SPD. Gerade für Bremerhaven sind auch die Pläne der SPD zur Stärkung der erneuerbaren Energien und der damit verbundenen Schaffung neuer Arbeitsplätze besonders wichtig, einem weiteren Schwerpunkt der aufgrund der Wetterlage etwas verkürzten Rede Münteferings. Wenige Stunden nach dem Rücktritt des Wahlverlierers Dieter Althaus in Thüringen äußerte sich Franz Müntefering aber auch zum aktuellen politischen Geschehen auf der Bundesebene. Der Rücktritt von Althaus sei konsequent und richtig, er habe die Wahl haushoch verloren. Niemand werde wiedergewählt, nur weil er oder sie das Amt schon habe, so der Parteivorsitzende, der mit Blick auf die Bundestagswahl am 27. September ergänzte: „Das gilt auch für Frau Merkel!“

 

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