Neujahrsempfang der ASF
Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze, wusste schon Franz Kafka zu sagen. Die etwa 70 Teilnehmerinnen des Neujahrsempfangs der Arbeitsgruppe Sozialdemokratischer Frauen (ASF) nahmen sich dies am 6. Februar 2011 zu Herzen. Sie zog es zwar nicht auf hohe See, aber auf dem „Theaterschiff“ am Anleger 4 wollte Frau es sich gut gehen lassen und sich gemeinsam auf das Wahljahr 2011 einstimmen.
Während am Sonntagvormittag an der Tiefer und umzu typisch Bremer Schmuddelwetter herrschte, war es im Saal des Theaterschiffs umso behaglicher. Dies lag nicht nur an der wohlig wärmenden Heizung, sondern in erster Linie an den anregenden Gesprächen der Frauen untereinander.
Die ASF ist der Ort, an dem Zukunft gestaltet wird, das heißt frauen- und gleich-stellungspolitische Positionen in der SPD diskutiert und formuliert werden. „In diesem Jahr wollten wir aber auch gemeinsam zurück blicken auf die wechselvolle Geschichte von Bremer Sozialdemokratinnen und 40 Jahre ASF in Bremen“, erklärte die kommissarische Vorsitzende der ASF, Verena Behrens.
Das Programm war denn auch nicht stürmisch sondern rundum interessant:
Der diesjährige Neujahrsempfang der ASF stand unter dem Motto: Nur wer die Geschichte kennt, ist für die Zukunft handlungfähig.
Einen sehr großen Anteil an der gelungenen Veranstaltung hatte die Referentin Dagmar Stuckmann, die „Auf den Spuren Bremer Soziademokratinnen ....." die wechselvolle Geschichte und die politische Arbeit der SPD-Frauengruppen seit 1911 vortrug. Die Soziologin und Historikerin mit dem Schwerpunkt Frauenforschung hat gerade ihr Forschungsprojekt zur Geschichte des internationalen Frauentages in Bremen abgeschlossen. Ihr Buch „Gebt Raum den Frauen - 100 Jahre Internationaler Frauentag in Bremen“ erscheint zum 8. März 2011.
Amüsante Gespräche, vielleicht auch neue Erkenntnisse, sorgten neben einer launigen A-cappella-Unterhaltung mit "Singfeste", die mit ihren Liedern genau den Geschmack des Publikums trafen, für eine rundum gelungene Veranstaltung der Bremer SPD-Frauen.
Kristina Gottschlich (25) kommentiert diese Veranstaltung wie folgt: „Mein erster Neujahrsempfang der ASF hat mir sehr gut gefallen. Der Vortrag zur Geschichte der Frauenbewegung in Bremen war mit vielen spannenden Details gespickt und hat richtig Lust gemacht auf die Buchvorstellung im März. Auch die musikalische Darbietung war einfach klasse. Ein anregender Vormittag.“
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