SPD unterstützt IG Metall in Stahl-Tarifrunde

Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Bovenschulte unterstützt die Tarifforderungen der IG Metall. Foto: SPD Bremen
Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Bovenschulte unterstützt die Tarifforderungen der IG Metall. Foto: SPD Bremen

Andreas Bovenschulte: 7 Prozent mehr Lohn, bessere Altersteilzeit und Übernahme der Auszubildenden sind berechtigte Forderungen

Am Donnerstag, 10. November 2011 haben rund 1.200 Beschäftigte im Bremer Werk des Stahlkonzerns Arcelor Mittal für einen zweistündigen Warnstreik die Arbeit niedergelegt. Sie verleihen damit ihren Forderungen in den aktuell laufenden Tarifverhandlungen für die Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen Nachdruck. Kernforderungen der IG Metall in dieser Tarifrunde sind Lohnsteigerungen um 7 Prozent, Verbesserungen bei der Altersteilzeit und eine unbefristete Übernahme von Auszubildenden. Die ersten beiden Verhandlungsrunden blieben ergebnislos, die IG Metall will mit den Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber vor der nächsten Verhandlungsrunde am 21. November erhöhen.

Der Bremer SPD-Landesvorsitzende Andreas Bovenschulte wandte sich mit einem Solidaritätsschreiben an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Warnstreiks, in dem er die Unterstützung der Bremer SPD für die Forderungen der IG Metall erklärte. „Nach vielen Nullrunden und Reallohneinbußen in den letzten Jahren und gerade auch angesichts der sehr guten Ertragslage in der Stahlindustrie ist die Forderung nach 7 Prozent mehr Lohn vollständig berechtigt. Dringlich sind auch die von der Arbeitnehmerseite eingeforderten, deutlichen Verbesserungen bei der Altersteilzeit und vor allem auch bei der Übernahme von Auszubildenden. Eine Übernahmeperspektive für lediglich 10 Prozent der Auszubildenden ist nicht hinnehmbar. Jeder Auszubildende braucht die verlässliche Aussicht auf eine dauerhafte, unbefristete Beschäftigung“, so der SPD-Landesvorsitzende, der den Beschäftigten und der IG Metall abschließend „Durchhaltevermögen, Standhaftigkeit und viel Erfolg für den weiteren Verlauf der Tarifverhandlungen“ wünschte.