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09.11.2012

Schluss.Punkt.Aus.

Aktionsbeispiele gegen rechte Szeneläden

Seit Jahren versuchen rechtsextreme Akteure in vielen Städten, sich über einschlägige Szeneläden dauerhaft im öffentlichen Raum zu etablieren. Vielerorts regt sich Protest. So auch einst im Bremer Stephaniviertel, dem Standort des ehemaligen Naziladens und Szenetreffs „Sportsfreund“. Hier sorgte bis zu dessen Geschäftssaufgabe im Sommer 2011 unter anderem die Stadtteilinitiative „Stephanikreis Ladenschluss“ für einen breiten, öffentlichen Protest. Höhe- und Schlusspunkt war eine gemeinsame Plakataktion mit über 60 Initiativen, Organisationen und Vereinen. Nun hat sie ihre Aktionsideen dokumentiert und stellt sie in einer Broschüre mit dem Titel „Schluss.Punkt.Aus.“ bundesweit anderen Initiativen zur Verfügung.

Die Palette reicht vom öffentlichen Aktions-Workshop, über ein Plakatwand-Happening, eine gemeinsame Charta von Verbänden und Vereinen gegen rechte Geschäftsstrukturen bis hin zu einer Gesicht-zeigen-Aktion (Logos-zeigen-Aktion) mit Bremer Einrichtungen und Organisationen. Die Handreichung ist Anleitung und Impulsgeber zugleich. Zum einen können Initiativen die für sie passenden Aktionsideen heraussuchen. Praktische Hinweise zur Vorbereitung, Öffentlichkeitsarbeit, Materialbedarf und Kosten helfen, diese relativ schnell umzusetzen. Zum anderen gibt die Broschüre Anregungen zur Entwicklung eigener Aktionsformen. Denn nicht immer lässt sich eine Aktionsidee eins zu eins von einer Stadt in die andere über­­tragen. Überall sind die Gegebenheiten etwas anders. Und so stellt die Handreichung auch dar, in welchem Kontext und Entwicklungsstadium der Kampagne die einzelne Aktion in Bremen eingebunden war. Sie zeigt beispielhaft, wie eine Kampagne Schritt für Schritt aufgebaut werden kann, welche Zwischenziele gesetzt werden können und welche konzeptionellen Vorüberlegungen wichtig sind.

Die Erstellung der Handreichung wurde von etlichen Bremer Einrichtungen und Organisationen finanziell unterstützt und steht ab dem 5.11.2012 als 52-seitige Broschüre und als PDF kostenlos zur Verfügung. Sie wird bundesweit an Einrichtungen und Initiativen versandt sowie auf einschlägigen Websites zum Download bereitgestellt. Broschüre und PDF können auch direkt beim Stephanikreis bestellt werden: stephanikreis(at)rote-bunte-karte.de, Fax 0421-1650351.



Die Handreichung wurde gesponsert von:

Beirat Mitte Bremen, biz, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte, Bremer Friedensforum, Bremische Evangelische Kirche, Bündnis 90 / Die Grünen, DGB Bremen, DGB Jugend Bremen ,Die Schwelle ,DKP Bremen, edition axent, Fanprojekt Bremen, Hans Koschnick ,Dr. Kwapisz, LidiceHaus, Pastor Friedrich Scherrer, Solidaritätsfonds der DKP, SPD Landesorganisation Bremen, W. Preuß-Hardow, VVN / BdA.