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22.08.2008

Schulentwicklung im Land Bremen: Einfach und verlässlich - gerecht und leistungsorientiert

SPD-Landesvorstand beschließt Leitantrag zur Schulreform

Im Vorfeld des nächsten Landesparteitages hat der Landesvorstand der Bremer SPD in seiner heutigen (22.08.2008) Sitzung den Entwurf eines Leitantrages zur Schulentwicklung im Land Bremen beschlossen. Die SPD will mit der Weiterentwicklung des bremischen Schulsystems eine Entkopplung des Bildungserfolges mit der sozialen Herkunft der Schülerinnen und Schüler erreichen, die Qualitäts- und Leistungsorientierung aller bremischen Bildungseinrichtungen stärken und sicherstellen, dass jedes Kind nach seinen Möglichkeiten zu einem Schulabschluss geführt wird. Die Schulstruktur soll vereinfacht, die Zersplitterung des bremischen Schulsystems überwunden werden. Nach der Grundschule im Stadtteil von Klasse 1 bis 4 folgt die Oberschule als Schule für alle, an der das Abitur nach 13 Jahren erworben werden kann. Nach Bedarf wird die Oberschule auch ein Abitur nach 12 Jahren anbieten. Neben der Oberschule werden die Gymnasien als Angebot erhalten. Über die bestehenden Gymnasien hinaus werden keine neuen gegründet. Am Gymnasium wird das Abitur nach 12 Jahren erworben. Der SPD-Landesvorsitzende Uwe Beckmeyer ist von diesem Modell überzeugt: "Mit unserem Vorschlag wollen wir die Schulstruktur vereinfachen, die Qualität des Bildungssystems steigern und soziale Ausgrenzung verhindern. Mit den Gymnasien erhalten wir eine zweite Säule, die im Regelfall nach 12 Jahren zum Abitur führt. Die Gymnasien müssen sich auch dem integrativen Auftrag stellen, und dürfen künftig keine aufgenommenen Schüler mehr abschulen, alle Schulen sind für ihre Schüler bis zu einem ersten Schulabschluss verantwortlich." Beckmeyer geht davon aus, dass sowohl der Koalitionspartner als auch die Opposition dieses Modell unterstützen werden: "Wir wollen einen breiten gesellschaftlichen Konsens über die Weiterentwicklung unseres Bildungs- und Schulsystems erreichen. Gemeinsam mit unserem Koalitionspartner haben wir uns darauf verständigt, im Herbst zu einem Ergebnis zu kommen. Ich lade aber auch die Oppositionsparteien ein, sich konstruktiv an dieser Diskussion zu beteiligen."