1. SPD Land Bremen > 
  2. ..... > 
  3. Nachrichten-Archiv > 
  4. 2007 > 
  5. Uwe Beckmeyer: Gerechter Lohn für harte Arbeit
26.03.2007

Uwe Beckmeyer: Gerechter Lohn für harte Arbeit

Zur in Berlin veröffentlichten Erklärung der SPD zur Einführung von Mindestlöhnen erklärte der Bundestagsabgeordnete und Bremer SPD-Landesvorsitzende Uwe Beckmeyer:

"Vollzeit hart zu arbeiten und dafür lediglich einen Niedrigstlohn unterhalb des Existenzminimums zu bekommen – damit muss endlich Schluss sein!" Aus diesem Grund habe er gemeinsam mit Bürgermeister Jens Böhrnsen und prominenten deutschen Sozialdemokraten die Erklärung "Politik für gute Arbeit – Deutschland braucht Mindestlöhne" unterzeichnet, so der SPD-Landeschef. Wer voll arbeite, müsse sich und seiner Familie vom Verdienst auch ein menschenwürdiges Leben ermöglichen können, sagte Beckmeyer. Doch Arbeiten UND Armsein sei für viel zu viele Menschen in Deutschland bittere Realität: 2,5 Millionen Vollzeitbeschäftigte würden hier für Armutslöhne schuften, die weniger als 50 Prozent des Durchschnittlohns betragen. Die "working poor" mit zum Teil mehreren niedrigst bezahlten Jobs, die man früher eher aus angelsächsischen Ländern kannte, seien auch in Deutschland ein Massenphänomen geworden. Uwe Beckmeyer: "Behauptungen aus der Wirtschaft, Mindestlöhne würden Arbeitsstellen kosten, kann ich in diesem Zusammenhang einfach nicht mehr hören. Das ist blanker Zynismus – vor allem, wenn gefordert wird, dass der Staat doch Armutslöhne aufbessern könne. Warum sollen wir denn Ausbeuterbetriebe in ihrer Profitgier unterstützen?" Es sei überdies erwiesen, dass Mindestlöhne nicht zu Beschäftigungseinbrüchen führen. In Großbritannien etwa, wo es eine Mindestlohnregelung gibt, sei die Beschäftigung nach der Mindestlohn-Einführung sogar markant gestiegen. "In 18 von 25 EU-Ländern existieren entsprechende Regelungen gegen Lohndumping. Es ist höchste Zeit, dass wir auch in Deutschland Mindestlöhne festlegen", so Beckmeyer. Die Leistung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müsse finanziell gerecht honoriert werden. Nur so wachse auch die Motivation, die den wirtschaftlichen Aufschwung weiter beflügele.