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09.12.2009

Uwe Beckmeyer unterstützt Beschäftigte von mdexx

SPD-Landesvorsitzender und Betriebsräte beraten über die Sicherung der Arbeitsplätze im Bremer Werk

„Ich bin heute hier und will versuchen, euch zu helfen“, sagte Uwe Beckmeyer, SPD-Landesvorsitzender bei einem Besuch des Transformatorenherstellers mdexx. Vor Ort sprach der Bundestagsabgeordnete mit Mitgliedern des Betriebsrates über die derzeitige Lage des Bremer Unternehmens. Trotz voller Auftragsbücher sollen rund 200 Beschäftigte am Standort Bremen gehen und ein Großteil der Produktion nach Tschechien verlagert werden. Grund dafür sind die niedrigen Personalkosten. „Großkonzerne rechnen nur noch mit Kennziffern“, reagiert Beckmeyer empört über dieses Vorgehen. „Die Qualität der an diesem Standort hergestellten Produkte spielt bei solchen profitgesteuerten Entscheidungen wohl kaum noch eine Rolle.“ Bei mdexx werden unter anderen Ventilatoren und Transformatoren für die Bahnindustrie gefertigt. Vor allem diese Spezialtechnik, mit der täglich tausende Menschen und unzählige Güter auf den Schienen unterwegs sind, müsse reibungslos und zuverlässig funktionieren, so der SPD-Verkehrsexperte. Zurzeit bestehe immer noch eine permanente Spannung zwischen der Belegschaft und der Geschäftsleitung, berichtete Herbert Strosetzky, Betriebsratsvorsitzender bei mdexx. Hinter der vermeintlichen Einigung mit dem Arbeitgeber fehle ein erkennbares Zukunftskonzept für den Bremer Standort. Aktuell fordere der Arbeitgeber sogar, dass die bereits gekündigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren letzten Tagen im Unternehmen Überstunden machen sollen. Falls nicht drohe eine vorzeitige Produktionsverlagerung nach Tschechien. Eine Standortgarantie für die verbleibenden 200 Beschäftigten gebe es zunächst auch nur bis Mitte 2012, erfuhr Beckmeyer. Danach ginge das Gelände zurück an Siemens. Was dann wird, bleibt weiterhin unklar. „Diesem Missmanagement muss man energisch entgegentreten“, sagte Beckmeyer und sicherte den Betriebsratsmitgliedern zu, dass er Gespräche mit der Arbeitgeberseite aufnehmen wird.